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Glossar.

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Abdruck, Abformung
Arbeitsschritt in der Zahnmedizin. Dabei wird durch Abdruck eine Negativform der Kiefer hergestellt, die dann durch Ausgießen z. B. mit Gips zu einer Positivform des abgeformten Areals führt, also einer Kopie der Form. Diese Kopie nennt man „Modell“.
Abrasion
Verlust von Zahnhartsubstanz durch Reibung der Zähne z. B. an ihren Gegenzähnen, durch falsche Putztechnik oder Knirschen (Bruxismus).
Abutment (Implantat)
In der Zahnheilkunde die Bezeichnung für ein Verbindungselement zwischen dem im Knochen fixierten Implantat und der prothetischen Konstruktion, die auf dem Implantat ruht (Suprakonstruktion).
Adhäsivtechnik
Zahnmedizinische Methode zur Befestigung von Zahnersatz, speziell bei Kompositfüllungen und vollkeramischen Restaurationen wie Kronen, Veneers etc. Dabei geht ein dünnfließender Kunststoff (Haftvermittler) einen Verbund zwischen der Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin) und dem entsprechenden Füllungsmaterial (oft einem Komposit) ein.
Air-Flow
Maßnahme, bei der mit einem Pulver-Wasserstrahlgerät Zahnbeläge entfernt werden können. Airflow ist nicht nur eine mundhygienische Maßnahme im Rahmen der professionellen Zahnreinigung, sondern auch eine ästhetische Methode und kann mit Verfahren wie dem Bleaching verglichen werden.
Allergiepatienten
Patienten, die auf bestimmte Materialien, z. B. auf metallische Stoffe oder Substanzen allergisch reagieren.
Aluminiumoxid
Sauerstoffverbindung des chemischen Elements Aluminium. Wegen seiner ausgezeichneten Biokompatibilität findet Aluminiumoxid vielfach Anwendung in der Zahnheilkunde.
Alveole
Auch: Zahnfach. Vertiefung im Kieferknochen, in der ein Zahn mit seiner Wurzel steckt. Neben Zahnzement, Wurzelhaut und Zahnfleisch ist die Alveole Teil des Zahnhalteapparats.
Amalgam
Legierung des Quecksilbers (mind. 40 % Silber, max. 32 % Zinn, max. 30 % Kupfer, max. 5 % Indium, max. 3 % Quecksilber und max. 2 % Zink). Quecksilberamalgam wird in der Zahnmedizin in großem Umfang als Zahnfüllungsmaterial eingesetzt. Seit seiner Einführung ist es jedoch stark umstritten. Wirkliche Schädigungen durch Amlagam wurden allerdings bis heute nicht nachgewiesen.
Amalgamsanierung
Entfernen von Amalgamfüllungen und deren Ersatz durch Kompositfüllungen oder Keramik-Inlays.
Ankerzahn
Zahn, an dem eine Krone oder Brücke verankert wird.
apikal
Lagebezeichnung für an der Wurzelspitze, zur Wurzelspitze hin.
approximal
Lagebezeichnung für zum Nachbarzahn hin, dem Nachbarzahn zugewandt.
Artikulator
Zahnmedizinisches/-technisches Gerät zur Simulation der Kiefergelenksbewegung und der Kontaktsituation der Zähne zueinander. Unerlässliches Hilfsmittel bei der Herstellung von Zahnersatz.
Ästhetische Zahnmedizin
Teil der Zahnheilkunde, der sich mit dem Aussehen (der Ästhetik) der Zähne beschäftigt. Gegenstand ist nicht nur auf ein gesundes Kauorgan, sondern es werden gleichzeitig auch ästhetische Gesichtspunkte verfolgt.
Aufbissschiene
Kunststoffschiene zur Behandlung von Erkrankungen des Kausystems (z. B. Bruxismus, Knirschen). Ziel einer Schienentherapie ist es, Fehlbelastungen der Zähne und Kiefergelenke zu beheben.
Augmentation
In der Zahnheilkunde plastisch-operative Vergrößerung des Kieferknochens, üblicherweise für die Wiederherstellung verloren gegangener Knochensubstanz im Rahmen von prothetischen und/oder implantologischen Maßnahmen.
Biokompatibilität
Anderer Ausdruck für biologische Verträglichkeit körperfremder Substanzen.
Bissschablone
Hilfsmittel zur Bestimmung und Fixierung der Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer (Kieferrelationsbestimmung) im zahnlosen oder teilbezahnten Kiefer.
Bleaching
Bleaching (von engl. to bleach, „bleichen“) ist eine Methode, um menschliche Zähne aus kosmetischen und ästhetischen Gründen aufzuhellen.
Brücke
Eine Brücke ersetzt fehlende Zähne im Gebiss. Zwei Zähne dienen als Pfeiler und tragen die Brücke.
Bruxismus
Unbewusstes, meist nächtlich, aber auch tagsüber ausgeführtes Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne. Führt zu Verschleiß der Zahnhartsubstanz, zur Überlastung von Zahnhalteapparat und Kiefergelenk. Kann auch zur Schädigung der Kaumuskulatur oder anderer Muskelgruppen führen.
bukkal
Backenseitig, im Seitenzahnbereich gleichbedeutend mit vestibulär.
CAD/CAM
Sogenannte CAD/CAM-Systeme (CAD = computer aided design, CAM = computer aided manufacturing) werden heute neben den manuellen Techniken verwendet, um Zahnersatz herzustellen. Der Computer berechnet eine virtuelle Kopie des Zahnstumpfes und fräst schließlich mit Hilfe der Daten aus einem Rohling (Metall, Keramik oder Kunststoff) den fertigen Zahnersatz.
CEREC
CAD/CAM-System der Sirona GmbH, Bensheim, für patientenindividuelle, vollkeramische Restaurationen in einer Sitzung. Das System besteht aus einem mobilen PC mit integriertem Flachbildschirm. Eine 3-D-Kamera ermöglicht die exakte Vermessung des Zahns. Mit diesen Daten konstruiert der Zahnarzt eine passgenaue Füllung oder Krone direkt am Bildschirm. Eine separate Schleifmaschine schleift die Restauration in etwa 10 Minuten aus einem Keramikblock heraus.
Coverdenture, Cover denture
Sonderform einer kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Prothese, bei der der herausnehmbare Teil z. B. über Teleskopkronen oder Stege an der meist nur noch geringen und i. d. R. parodontal geschädigten Restbezahnung befestigt wird. Der Kaudruck wird bei Coverdentures nicht von den Restzähnen, sondern breitflächig über die Prothesenbasis auf die Kieferschlemhaut übertragen.
Dentalhygienikerin
Speziell geschulte zahnärztliche Assistentin, die in der Zahnarztpraxis bestimmte zahnärztliche Tätigkeiten wie z. B. Zahnsteinentfernung, Aufklärung in Mundhygiene und Prophylaxe etc. am Patienten ausführt.
Dentallabor
Handwerklicher Betrieb, in dem Zahntechniker vorwiegend in Handarbeit im Auftrag eines Zahnarztes individuellen Zahnersatz wie Kronen, Brücken, Prothesen oder Füllungen herstellen.
Dentin
Auch Zahnbein genannt, bildet einen großen Anteil des Zahns. Im Gegensatz zum Zahnschmelz kann es lebenslang durch einen Prozess der Biomineralisation neu gebildet werden.
devital
Bezeichnung für einen Zahn, dessen Zahnnerv (Pulpa) abgestorben ist.
Diastema
Beim Menschen die Lücke zwischen den inneren Schneidezähnen.
Digitale Zahnfarbbestimmung
Bestimmung der Zahnfarbe z. B. für eine Füllung oder eine Krone, die mithilfe eines digitalen Farbmessgeräts, eines sog. Spektrofotometers (z. B. VITA Easyshade), durchgeführt wird.
distal
Lagebezeichnung für zum Ende des Zahnbogens hin.
Einlagefüllungen
s. Inlay
Endodontie
Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen von Pulpa und Dentin sowie des Wurzelgewebes beschäftigt.
Eugnathie
Gut funktionierendes und gut geformtes Kausystem (Gebiss), das keine Entwicklungsstörungen oder andere Anomalien aufweist und die Kaukraft gleichmäßig auf den Kiefer verteilt.
Extraktion
Entfernen eines Zahn mit speziell dafür geeigneten Instrumenten unter örtlicher Betäubung.
Fallpauschale
Vergütung, die pro (Behandlungs-) Fall pauschal, d. h. unabhängig von Art und Menge der tatsächlich erbrachten Einzelleistungen gezahlt wird.
Farbwahl
Genaue Auswahl und Anpassung des Zahnersatzes an die Farbcharakteristik der natürlichen Zähne.
Feldspatkeramik
Dentalkeramik, deren Ausgangsmaterial natürlicher Feldspat ist.
Festsitzender Zahnersatz
Alle Arten von Zahnersatz, die definitiv im Mund befestigt bzw. zementiert werden.
Fissurenversiegelung
Kurz nach dem Zahndurchbruch vorgenommene Versiegelung der noch kariesfreien Fissuren mit einem dünnflüssigen Kunstharz- oder Kompositmaterial, um die Besiedlung durch die Mundflora zu verhindern.
Freiendbrücke
Brücke, bei der sich ein Brückenglied außerhalb der abstützenden Spanne zwischen den Brückenpfeilern befindet und nicht an der anderen Seite von einem weiteren Pfeiler abgestützt ist.
Füllung
Ist ein Zahn nur teilweise geschädigt, etwa durch Karies, reicht in der Regel eine Füllung, um den Zahn wieder herzustellen und einen möglichst hohen Anteil an eigener Zahnsubstanz zu erhalten.
Füllungsmaterial
Je nach Indikation sind heute gebräuchlich die Amalgamfüllung, die Kunststoff-Adhäsiv-Füllung (Kompositfüllung), die Gold-Einlagefüllung (Gold-Inlay) sowie Keramik- und Kunststoff-Einlagefüllungen (Keramik-/Kunststoff-Inlay).
Funktionsabdruck/-abformung
Spezieller Abdruck des unbezahnten Kiefers in Funktion, d. h. unter Berücksichtigung der Muskel- und Schleimhautbewegungen, wie sie beim Essen, Sprechen und bei mimischen Bewegungen auftreten. Besondere Bedeutung hat die Abformung des sog. Ventilrandes, der bei der späteren Prothese entscheidend für deren Halt an Ort und Stelle veranrwortlich ist.
Gerüst(an)probe
Anprobe eines Kronen-, Brücken- oder Teilprothesengerüsts mit dem Ziel, die Passung im Mund zu überprüfen.
Geschiebeprothese
Die Geschiebetechnik wird angewendet, wenn z.B. an überkronten Zähnen Prothesen befestigt werden müssen. Individuelle Geschiebe sorgen für optimalen Halt und gute Führung beim Einsetzen der Prothese.
gingival
Zum Zahnfleisch hin, zum Zahnfleisch gehörend.
Gingivitis
Akute oder chronische Entzündung des Zahnfleischs (Gingiva), die i. d. R. mit Plaque (Zahnbelag) assoziiert ist. Sie kann aber auch durch andere Faktoren wie z. B. Fehlbelastung von Zähnen verstärkt werden.
Heil- und Kostenplan (HKP)
Detaillierte Aufstellung von geplanten Zahnersatzmaßnahmen zur Vorlage bei einer Gesetzlichen Krankenkasse vor Beginn der Behandlung oder zur Abklärung des Erstattungsbetrages bei einer Privaten Krankenkasse.
Herausnehmbarer Zahnersatz
Alle Arten von Zahnersatz, die nicht definitiv im Mund befestigt bzw. zementiert werden und z. B. zu Reinigungszwecken herausgenommen werden können.
Implantate
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, vermehrt auch Keramik.
Inlay
Inlay ist eine Einlagefüllung i. d. R. aus Gold oder Keramik.
Interdentalbürstchen
Hilfsmittel zum Reinigen der Zahnzwischenräume.
Interdentalraum
Raum zwischen zwei benachbarten Zähnen.
Interimsprothese
Provisorische Prothese, die den Zeitraum bis zur Eingliederung des definitiven Zahnersatzes überbrücken soll, z. B. um frische Extraktionswunden verheilen zu lassen.
inzisal
Bei Frontzähnen: Lagebezeichnung für zur Schneidekante hin, auf der Schneidekante, die Schneidekante betreffend.
Karies
Akuter oder chronischer Zerfall der harten Zahnsubstanz (Zahnfäule). Ausgelöst wird Karies durch einen chemischen Prozess, der durch eine sorgfältige Mundhygiene verhindert werden kann.
Keramik
In der Zahnheilkunde meist nichtmetallische anorganische Werkstoffe, die auf Grund ihrer Vorzüge wie Gewebefreundlichkeit, natürliches Aussehen, hohe Bioverträglichkeit, Farbbeständigkeit, Härte, chemische Widerstandsfähigkeit als Grundlage für künstliche Zähne, zahnfarbenen Zahnersatz, Füllungen und Implantate dienen.
Keramikschulter
Vestibulärer Rand speziell bei einer Metallkeramikkrone, der nicht in Metall, sondern in Keramik gefertigt wird. Voraussetzung ist eine Stufenpräparation, auf der die Keramik direkt aufsitzt und abgestützt wird. Mit einer Keramikschulter kann der bei Kronen oftmals feststellbare dunkle Rand in Zahnfleischhöhe vermieden werden.
Klammerprothese
Herausnehmbarer, ästhetisch eher weniger anspruchsvoller Zahnersatz, der über Klammern als Halte- und Stützelemente am Restgebiss befestigt ist.
Komposit
Füllungsmaterialien für die zahnärztliche Behandlung aus einer organischen Kunststoffmatrix, die mit anorganischen Füllkörpern versetzt ist. Ihre Anwendung erfolgt vor allem im Frontzahnbereich ("weiße Füllung"). Heute wird Komposit mit vielversprechenden Ergebnissen vermehrt auch im Seitenzahnbereich verwandt.
Kompositfüllung
Ersatz von verloren gegangener oder erkrankter Zahnhartsubstanz durch zahnfarbenes Komposit. Diese Füllungen sind ästhetisch anspruchsvoll und bei fachgerechter Versorgung vom Laien nicht als Ersatz erkennbar.
Krone
Komplette Zahnüberkappung für einen stark geschädigten, aber in seiner Substanz noch erhaltenswerten Zahn.
Krümmungsmerkmal/Winkelmerkmal
Erkennungsmerkmale für die Bestimmung, ob ein Zahn zur rechten oder linken Kieferhälfte gehört.
Kunststoff
Kunststoff ist eine Möglichkeit der metallfreien Zahnversorgung. Sie ist zahnfarben, kann aber zu Unverträglichkeiten führen und besitzt im Vergleich zu anderen Werkstoffen wie beispielsweise Gold und Keramik eine geringere Haltbarkeit.
Kunststoff-/Konfektionszähne
Industriell vorgefertigte Zähne aus Kunststoff, die auf einer Prothesenbasis durch Polymerisation verankert werden.
labial
Lagebezeichnung für lippenseitig, im Frontzahnbereich gleichbedeutend mit vestibulär.
Legierungen
Legierungen sind Gemische, die aus zwei oder mehreren Komponenten bestehen, von denen mindestens eine aus Metall ist.
Lippen-/Wangenbändchen
In der Teil- und Totalprothetik besonders zu berücksichtigende Organe im Mund. Da sie beweglich sind, können sie den Sitz der Prothese beinträchtigen und sollten somit bei der Herstellung des Ersatzes ausgespart werden.
Marylandbrücke
Bezeichnung für eine Brücke, die an leicht abgeschliffene Frontzähne geklebt wird. Marylandbrücken können in bestimmten Fällen alternativ zum Einzelzahnimplantat eingesetzt werden.
mesial
Lagebezeichnung für zur Mitte des Zahnbogens hin.
Metallallergiesymptome
Unverträglichkeiten von bestimmten Metallen können sich durch Kopfschmerzen, Herz-Rhythmusstörungen, Magen-Darmbeschwerden, ständige Müdigkeit, Schlafstörungen oder Entzündungsreaktionen an den Schleimhäuten äußern.
Metalle
Die Zahnmedizin unterscheidet Nicht-Edelmetall-Legierungen (Amalgam, Titan, Kobalt), edelmetallreduzierte und hochgoldhaltige Legierungen. Als Edelmetalle gelten z.B. Gold, Palladium, Platin und Silber.
Metallkeramische Kronen und Brücken
Konventionelle Kronen bestehen aus einem Metallgerüst, welches aus kosmetischen Gründen mit Keramik verblendet wird. Nach einiger Zeit kann es passieren, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und der dunkle Metallrand sichtbar wird. Metalle können zu Unverträglichkeiten (Reizungen, Entzündungen etc.) führen.
Milchgebiss
Die ersten Milchzähne brechen normalerweise ab dem 6. Lebensmonat durch, im Unterkiefer eher als im Oberkiefer. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Im Gegensatz zur bleibenden Bezahnung sind die kleinen Backenzähne (Prämolaren) und die Weisheitszähne nicht angelegt.
Minimalinvasiver Zahnersatz
In der Zahnheilkunde ein Behandlungskonzept, das mit größtmöglichster Schonung des gesunden Gewebes und der Zahnsubstanz vorgeht. Siehe Beispiel Non-Prep-Veneers.
Modell
In erster Linie aus Gips hergestellte Positivform des Ober- oder Unterkiefers. In der Regel wird mit einem geeigneten Abdruckmaterial eine Abformung der Kiefersituation vorgenommen und diese mit Gips ausgegossen (vgl. Abdruck).
Modellgussprothese
Kostengünstige, ästhetisch aber eher unbefriedigende herausnehmbare Teilprothese, die aus einem gegossenem Metallgerüst und einem oder mehreren daran befestigten Kunststoffsätteln besteht. Diese Sättel sind mit künstlichen Zähnen besetzt und sollen die Kaufähigkeit wieder herstellen. Die Modellgussprothese ist i.d.R. über Klammern als Halte- und Stützelemente am Restgebiss befestigt.
Molar
Lateinische Bezeichnung für die Seiten- bzw. Mahlzähne des menschlichen Gebisses.
Non-Prep-Veneer
Sonderform des Veneers (keramische Verblendschale), bei der keine Präparation der Zahnsubstanz erfolgt und die besonders bei ästhetischen Korrekturen wie Farbanpassungen, Achsdrehungen etc. bei gesunden jugendlichen Zähnen angezeigt ist.
okklusal
Bei Seiten-/Backenzähnen Lagebezeichnung für zur Okklusionsfläche (Kaufläche) hin.
Okklusion
Jeglicher Kontakt zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers.
Onlay
Ein Onlay ist eine Füllung, die zusätzlich Zahnhöcker ersetzt.
OPG
Verfahren einer dentalen Röntgenaufnahme. Ein Orthopantomogramm (OPG) ist ein in Deutschland synonym verwendeter Begriff für eine Panoramaschichtaufnahme (PSA). Sie ist heute das Standardverfahren der dentalen Radiographie und erlaubt eine diagnostisch aussagekräftige Röntgenaufnahme vom gesamten menschlichen Ober- und Unterkiefer.
optischer Abdruck (digitale Abformung)
Anstelle des herkömmlichen Abdrucks mithilfe eines Abformlöffels und Abformmasse wird der behandelte Zahn mit einer kleinen Kamera optisch vermessen bzw. gescannt. Die Daten werden an einen PC weitergeleitet, wo sie z. B. für CAD/CAM-gefertigte Restaurationen genutzt werden können.
oral
Zum Mund gehörig; bei Zahnflächen: zur Innenseite hin, mundwärts (vergleiche vestibulär).
Overlay
In Abgrenzung zum Onlay eine die Kaufläche umfassende Auflage- oder Kuppelfüllung, bei der die Höcker nicht überdeckt, sondern übergriffen werden, d.h. buccal und oral mit einem Außenschliff versehen sind.
Palatinal
Gaumenseitig
Paradontitis
Bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt. Im Gegensatz zur Gingivitis ist röntgenologisch ein Abbau des Knochens nachweisbar.
Plaque
Belag auf den Zähnen, besonders an schwer zugänglichen Bereichen der Zähne. Er besteht aus Speichelbestandteilen, Stoffwechselprodukten von Bakterien, Nahrungsresten und Bakterien. Die Plaque ist Voraussetzung für die Entstehung von Karies und Parodontitis.
Präparation
Abschleifen der Zähne und Vorbereitung zur Aufnahme von Inlays, Kronen, Brücken. Sehr wichtige und verantwortungsvolle Arbeit des Zahnarztes.
Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Mechanische Reinigung der Zähne, die deutlich über das hinausgeht, was jeder Mensch selbst täglich erledigen kann und Hauptbestandteil der zahnmedizinischen Prophylaxe ist. Sie auch Prophylaxe.
Prophylaxe
Syestematisch durchgeführte vorbeugende Maßnahmen, die die Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparats fördern sollen.
Prothese
Hilfsmittel zum Ersatz fehlender Zähne (Totalprothese, Teilprothese).
Prothesenlager
Bereiche der Mundschleimhaut mit den darunter liegenden Kieferknochen, die die auf die Prothese auftreffenden Kaukräfte weiterleiten. Die Qualität des Prothesenlagers ist ausschlaggebend für eine gute Funktion der Prothese.
Provisorium
Vorübergehende Versorgung von präparierten Zähnen oder Zahnlücken sowie Übergangsprothese zur ungestörten Heilung fischer Extraktionswunden vor Eingliederung der endgültigen Versorgung.
Pulpa
Die Pulpa des Zahnes, das so genannte Zahnmark, füllt den Hohlraum in Zahnkrone und Wurzel bzw. Wurzeln des Zahnes aus. Sie besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Nerven und Lymphgefäßen.
Restauration
Synonym für Zahnersatz, der verlorengegangene Funktionen wieder herstellt.
Schmelz
Äußerste Schicht des Zahns. Sie liegt im Bereich der Zahnkrone dem Dentin auf und bildet das härteste Gewebe des menschlichen Körpers.
Stiftaufbau
Zahnmedizinische Versorgung, die als Ausgleich für die im Rahmen einer Wurzelbehandlung verlorene Substanz in die Zahnwurzel eingebracht wird und den Zahn stabilisieren und durch Aufbau einer Stumpfform einer Krone genügend Retention bieten soll.
Teilkrone
Kronenform aus Metall, Kunststoff oder Keramik, die den Zahn nur teilweise überdeckt (vgl. Onlay, Overlay)
Teleskop
Form der Doppelkrone, deren im Mund zementierte Primärkrone mit parallel gestalteten Flächen versehen ist und mit Hilfe von Reibungskraft die Sekundärkrone und so die daran befestigte Prothese im Mund an Ort und Stelle fixiert (vgl. Geschiebe).
Teleskoparbeit
Klammerloser, abnehmbarer Zahnersatz, der über Teleskopkronen im Mund fixiert ist.
Totalprothese
Ersatz aller Zähne des Ober- und Unterkiefers (Vollprothese, 28er).
Veneer
Dünne Keramik- oder Kunststoffschalen, die auf die vorderen Zahnflächen geklebt werden, um kosmetische Korrekturen durchzuführen.
Verblendkomposit
Zahnfarbenes plastisches Material zur Verblendung von festsitzenden und herausnehmbaren Restaurationen wie z. B. Teleskopkronen, zur Herstellung von Provisorien, Inlays, Veneers oder zur Individualisierung von Kunststoffzähnen. Heutige Verblendkomposite sind mit früheren Generationen von Verblendkunststoffen nicht mehr vergleichbar und bieten ihnen gegenüber deutliche Vorteile.
Verblendkrone
Metallkäppchen, das im sichtbaren Bereich oder auch komplett mit einem zahnfarbenen Verblendmaterial (Keramik, Kunststoff) überzogen ist und so der Krone ein natürliches Aussehen verleiht.
vestibulär
Zum Mundvorhof hin, nach außen hin, bei Zahnflächen Oberbegriff von bukkal bzw. labial.
Vollgusskrone
Krone, die komplett aus Metall (i. d. R. Gold) besteht und nicht zahnfarben verblendet ist.
Vollkeramische Krone
Krone, die ohne ein Metallgerüst hergestellt wird und komplett aus Keramik besteht. Sie stellt hinsichtlich der Ästhetik und Mundverträglichkeit die optimale Form der Überkronung dar.
Vollprothese
siehe Totalprothese
Weisheitszahn
Die dritten Molaren. Sie entwickeln sich erst sehr spät und brechen bei den meisten Menschen erst im Erwachsenenalter oder gar nicht durch. Normalerweise besitzt ein Mensch vier Weisheitszähne, jedoch sind sowohl weniger als auch mehr als vier möglich.
Wurzelkanal
Mit Pulpagewebe angefüllter Hohraum innerhalb der Zahnwurzel, durch den Nerven verlaufen und der Zahn versorgt wird.
Wurzelzement
Bestandteil des Zahnes, der dem Dentin im Zahnwurzelbereich aufliegt. Er ist Teil des Zahnhalteapparats und besteht aus Mineralien, kollagenen Fasern, Zementozyten und Wasser. Die Grundsubstanz des Zahnzements ähnelt somit jener des Faserknochens.
Zahnbestandteile
Der menschliche Zahn besteht hauptsächlich aus dem Zahnbein, dem sog. Dentin. In dessen Innern befindet sich die Pulpa, der Zahnnerv. Der Schmelz gilt als die härteste Substanz im menschlichen Körper und bildet die sichtbare, äußere Schutzschicht des Zahnes.
Zahnersatz
Prothetische Maßnahme zum Ersatz verlorengegangener Zahnsubstanz. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothese, Vollprothese) und festsitzendem Zahnersatz (Veneer, Füllung, Teilkrone, Krone, Brücke, Implantat). Festsitzender Zahnersatz wird einzementiert.
Zahnersatzvarianten
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen herausnehmbarem Zahnersatz (Teilprothese, Vollprothese) und festsitzendem Zahnersatz (Veneer, Füllung, Teilkrone, Krone, Brücke, Implantat). Festsitzender Zahnersatz wird einzementiert.
Zahnfleischentzündung
siehe Gingivitis
Zahnfleischtasche
Raum zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch, der bei gesundem Zahnfleisch in Form einer Furche von 1 bis 2 mm um den Zahn herum verläuft.
Zahnhalsdefekt
Karöser Defekt am Zahnhals.
Zahnkrone
Oberer Anteil eines Zahnes, der aus dem Zahnfleisch herausragt. Sie ist mit Zahnschmelz bedeckt, der härtesten im menschlichen Körper vorkommenden Substanz.
Zahnpulpa
siehe Pulpa
Zahnschmelz
siehe Schmelz
Zahntechnik
In Deutschland anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 1/2 Jahre. Zahntechniker fertigen Zahnersatz wie z. B. Kronen, Brücken, Teil- und Vollprothesen („Gebisse“), Stiftzähne und kieferorthopädische Apparaturen (Spangen).
zervikal
Lagebezeichnung für zum Zahnhals hin.
Zirkoniumdioxid
Hochleistungskeramik mit herausragenden Eigenschaften hinsichtlich Gewebeverträglichkeit, Stabilität, Ästhetik und Langzeittauglichkeit. Dient in erster Linie zur Herstellung zahnfarbener hochfester Gerüstmaterialien für die hochästhetische Zahnheilkunde.
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